Seit März 2020 war eine Einreise nach Japan nicht möglich. 2020 im Oktober wurde mein Lehrer Shiku Yano operiert und es bestand Lebensgefahr. Glücklicherweise konnte ich ihn im September 2021 nach
fast zwei Jahren wiedersehen (letzter Besuch im Tempel war im November 2019. Die Zeit hatte ich gut genutzt zum Einüben der Shakuhach-Stücke.
Ich kam Ende Juli in Tokyo Haneda an und die ganze Ausreise von Deutschland und Einreiseprozedur nach Japan war sehr bürokratisch und aufwändig. Der Mensch wurde und wird vergessen und zwischen den
Mühlen der Bürokratie zermahlen und zerquetscht. Viele Familien und Freundschaften wurden getrennt oder sind es noch heute. Warum fahre ich dann also nach Japan? Als Zeichen der Normalisierung und
weil viele Menschen, die sich für andere oder eine gute Sache einsetzen und diesen Dienen darauf angewiesen sind, dass sie besucht und unterstützt werden oder ein Feedback erhalten.
Nach meiner zweiwöchigen Quarantäne im Zimmer in Tokyo besuchte ich den Shakuhachi-Meister und Lehrer Atsuya Okuda in seinem Zensabo in einem Vorort von Tokyo und nahm Unterricht bei ihm. Wir spielten
die Stücke Tamuke, Sokkan, Shingetsu-chō, Mukaiji, Kokū, u.a.. Herr Okuda war sehr froh, dass endlich wieder ein Lernender aus dem Ausland zu ihm ins Zensabo kam.
Nach einiger Zeit in Toyko fuhr ich dann zu meinem Lehrer Shiku Yano in die Nähe von Nagoya.
Besuch bei Shiku Yano im September 2021. Endlich konnte ich Shiku in seinem Tempel besuchen. Er bedankte sich nochmals sehr herzlich für die weltweite Unterstützung und
Spenden für seine Operation. Er ist froher Dinge und übt täglich Shakuhachi und übernimmt seine Aufgaben im Tempel bei der Andacht und den Veranstaltungen.
Er möchte 2022 gerne nach Deutschland kommen. Ganz herzliche Grüße soll ich ausrichten!
Im September fand ein erstes Konzert und Corona-Bedingungen in Kiira, Japan statt.
Ein weiteres Highlight war der Besuch in der Hütte von Ryōkan in der Provinz Niigata.
Die Hütte steht in einem Areal eines buddhistischen Tempels auf einem Berg, der sich aus der Tiefebene von Niigata erhebt. Erreichbar ist sie über eine kleine rote Hängebrücke.
Das ganze Areal ist sehr bewaldet mit viel Natur und Zikaden im Sommer. Die Hütte möchte ich auch im Rahmen der Shakuhachi-Pilgerreise im Herbst 2022 besuchen.

shakuhachi.de